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Paradigmenwechsel im Unterhaltsrecht!

 

Für die Bemessung des Unterhaltsbedarfs ist jetzt auch bei minderjährigen Kindern, die im Haushalt (mindestens) eines Elternteils leben, auf die zusammengerechneten Einkünfte beider Elternteile abzustellen. Dies stellte der BGH am 15.02.2017 (XII ZB 201/16) in einer Entscheidung zum Elternunterhalt fest. Die Folgen dieser bahnbrechenden Entscheidung für die Berechnung von Ehegattenunterhalt sind noch nicht absehbar, das Prozessrisiko ist daher momentan immens.

 

Mediation bietet demgegenüber Wege zu einer schnellen, fairen und rechtssicheren Lösung, wenn Sie mit Ihrem getrennt lebenden oder geschiedenen Ehepartner um Unterhalt streiten.

 

 

Neu: Das Familiengericht darf auf Antrag eines Elternteils gegen den Willen des anderen Elternteils das Wechselmodell anordnen


Mit der Entscheidung des BGH vom 01.02.2017 (XII ZB 601/15) wird die bisherige Rechtsprechung aufgegeben, nach der die hälftig geteilte Betreuung des Kindes im Rahmen des Wechselmodells nur in Betracht kam, wenn beide Eltern einverstanden waren. Die Konsequenzen für die Praxis sind jedoch völlig unklar, weil der BGH zugleich darauf hinweist, dass bei einem erheblich konfliktbelasteten Verhältnis der Eltern das Wechselmodell in der Regel nicht im Interesse des Kindeswohls liegt.


Durch Mediation können Eltern mit professioneller Unterstützung eine maßgeschneiderte, kindgerechte Lösung finden, ohne dass ihre Kinder in eine gerichtliche Auseinandersetzung hineingezogen werden.



Neue Düsseldorfer Tabelle zum 01.01.2017


Aufgrund der Verordnung zur Festlegung des Mindestbedarfs minderjähriger Kinder erhöht sich der Mindestunterhalt, was auch zu einer Änderung der Bedarfssätze der zweiten bis zehnten Einkommensstufe der Düsseldorfer Tabelle führt. Durch die Erhöhung des Kindergeldes mussten die Zahlbetragstabellen im Anhang der Düsseldorfer Tabelle angepasst werden. Im Übrigen bleibt die Düsseldorfer Tabelle gegenüber der Version von 2016 unverändert. Die nächste Änderung wird zum 01.01.2018 erwartet.

 

 

Kontakt:

Kanzlei Recht familiär

Filderhauptstraße 49

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